Nachrichten / 13 Dez 2012
Gehe zu NachrichtenDie Europäische Linke erklärt ihre Solidarität mit den ungarischen Studenten
Die ungarische Regierungspartei FIDESZ will die Anzahl der vom Staat finanzierten Gymnasiums- und Studienplätze drastisch kürzen. Das bedeutet die Einführung der vollen Studiengebühren für die große Mehrheit der Studierenden. Diese Maßnahme erhöht Bildungsungleichheiten und verschärft die Kluft zwischen reichen Familien und dem Rest der ungarischen Bevölkerung.
Die Regierung bemüht sich, das soziale Image von Ungarn in das des als Vorbild dargestellten Horthy-Regimes zu wandeln, in dem nur die Kinder wohlhabender Familien der herrschenden Klasse hochqualifizierte Bildung erhalten konnten. In Folge dieser Regierungsentscheidung können die Kinder ärmerer Familien die hohen Lehrgebühren nur durch Kredite finanzieren und müssen ihr Berufsleben versklavt von Bankeninteressen beginnen.
Die Zerstörung des öffentlichen Bildungswesens und die unerschütterliche Unterstützung der Religionen bilden die zwei Seiten der politischen Erziehung der FIDESZ, die versucht jedes soziale Gewissen zu unterbinden. Daher ist es notwendig, den Kampf über die Bildungspolitik hinaus auszuweiten, um auch die anderen unsozialen politischen Maßnahmen zu erfassen, die in Ungarn umgesetzt werden. Um erfolgreich zu sein, ist ein gemeinsames Vorgehen für Alle notwendig, vor allem jene aus den notleidenden Schichten der Bevölkerung: Rentner, Behinderte und Obdachlose, Studenten, Frauen, Minderheiten, Roma, durch unbezahlte Überstunden ausgebeutete Arbeiter und Arbeiter in kommunalen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
Die Partei der Europäischen Linken unterstützt den Kampf der ungarischen Studenten und der „Arbeiterpartei von Ungarn 2006“ gegen die Bildungsreform, sowie den Kampf aller demokratischen Organisationen, die ihre Solidarität mit den Studenten ausgedrückt haben.


