Nachrichten / 22 Nov 2012
Gehe zu NachrichtenDie Europäische Linke solidarisiert sich mit den sechs Mitarbeitern von Telefonica am dreizehnten Tag ihres Hungerstreiks
Der Vorstand der Europäischen Linken traf sich am 17. November 2012 in Kopenhagen und wurde dort von der Mitgliedspartei der EUiA aus Katalonien (Spanien) über die ernste Lage der sechs Mitarbeiter der multinationalen Firma Telefonica, S.L., informiert. Sie sind seit 13 Tagen im Hungerstreik und demonstrieren in dieser extremen Form gegen die ungerechte Entlassung eines Mitarbeiters: Marcos Andrés.
Diese von Marcos und fünf weiteren solidarischen Genossen genutzte außergewöhnliche Maßnahme, beleuchtet und verurteilt den Niedergang der Arbeitnehmerrechte und der Gerechtigkeit, eine Konsequenz der schonungslosen Kürzungen der „Gegen-Reform“ auf dem Arbeitsmarkt.
Marcos wurde gekündigt, weil er sich mehrfach krank gemeldet hatte und das in aller Form und mit voller Berechtigung. Diese normale Handlung wurde von seinen Vorgesetzten als Grund für seine Entlassung benutzt. Das Gericht hat seiner Klage stattgegeben und seine Kündigung wurde annulliert. Eine anschließende Revision qualifizierte diese Entscheidung aber als „gegenstandslos“ woraufhin ihn die Firma feuerte, mit einer lächerlichen Abfindungssumme.
Aus diesen Gründen:
1. drückt der Vorstand der europäischen Linken seine ganze Unterstützung und Solidarität mit Marcos und den anderen Mitarbeitern im Hungerstreik aus.
2. verurteilt er die Ernsthaftigkeit der Lage und verbreitet und erweitert die vorhandenen Informationen, angesichts der Undurchsichtigkeit und der schuldbewussten Stille der Massenmedien.
3. Der Vorstand wünscht, drängt und hofft auf eine schnelle – bereits dringende - Lösung des Konflikts, der nur mit der unmittelbaren Wiedereinstellung von Marcos Andres bei Telefonica und einem Ende des Hungerstreiks, bevor bleibende Schäden entstehen, aufhören kann.
Vorstandstreffen der europäischen Linken, Kopenhagen 17.-18. November 2012


