Anlässlich des Europatages am 9. Mai setzte die EL ihre europäische Wahlkampagne in Frankreich fort. Im Theater „L’Europeen“ versammelten sich 200 Teilnehmer zu einer öffentlichen Debatte, die von Francis Wurtz, Präsident der Fraktion der Vereinigten Linken/Nordisch Grünen Linken im Europäischen Parlament moderiert wurde.
Eingeladen waren der EL Vorsitzende Lothar Bisky (DIE LINKE), Marla Vamvourelli (Jugendverband Synaspismos), Miroslav Ransdorf, Europaabgeordneter (Kommunistische Partei Böhmen und Mährens) und Sean Oliver (Kampagne „NEIN zum Lissabonvertrag“ Irland). Während der Debatte diskutierten die europäischen Gäste mit ihren französischen Genossen über den Verlauf der Wahlkampagnen in ihren Ländern.
Aus Frankreich waren anwesend: Pierre Laurent, Nationaler Koordinator der KP Frankreich, Yann Leroy von der kommunistischen Jugend, die zahlreich vertreten war, und Patrick Le Hyaric, Chefredakteur der Zeitschrift “L'Hhumanité“ und auf Listenplatz 1 der Linksfront (Front de Gauche) im Wahlkreis Ile de France.
“Von Estland bis Portugal, von Frankreich bis Zypern engagieren sich 400.000 Mitglieder der Europäischen Linken zurzeit in einem gemeinsamen Wahlkampf,“ betonte Lothar Bisky. Die zentralen Forderungen der gemeinsamen Wahlplattform, die mit allen Mitglieds- und Beobachterpartien im Konsensus verfasst worden waren, lauten dabei: Neuregulierung der Finanzmärkte, öffentliche Kontrolle der Europäischen Zentralbank, eine sozial-ökologische Umstrukturierung unserer Wirtschaft und Ersatz des Stabilitäts- und Wachstumspaktes durch einen neuen Pakt für Wachstum, Vollbeschäftigung, soziale Sicherheit und Umweltschutz.
„Im Gegensatz zu der politischen Ideologie der Bourgeoisie sagen wir: Freiheit und Gerechtigkeit sind zwei Seiten derselben Medaille. Wir wollen eine Gesellschaft die beides Freiheit und Gerechtigkeit für die Menschen garantiert, vereinigt durch Solidarität. Liberté, égalité, fraternité!”
Yann Leroy und Maria Vamvoureli betonten in ihren Beiträgen die Wichtigkeit des gemeinsamen Kampfes gegen Prekarität, von der besonders junge Menschen in Europa betroffen sind. Dabei unterstrich Maria die Bedeutung der anstehenden Europäischen Wahlen: “Die Politik der europäischen Rechten hat überall versagt, aus ihr resultieren prekäre Verhältnisse für junge Menschen, Abwertung von Abschlüssen und die Kommerzialisierung der Bildung. Die Europäischen Wahlen sind entscheidend für unsere Zukunft. Sie stellen eine Möglichkeit dar um unsere Wut in einen bewussten politischen Akt umzuwandeln!”
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